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Berufsunfähigkeitsversicherung auch Berufsunfähigkeitsrente

Berufsunfähigkeitsversicherung vergleichenDie Altersvorsorge steht auf mehreren Säulen, bricht eine dieser Säulen vorzeitig ab, gerät Ihre gesammte Altersvorsorge ins schwanken. Deshalb sollte man in seine Planung auch wichtige Zusatzversicherungen mit einbeziehen. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Versicherungen, wie Berufsunfähigkeitsversicherung Risikolebensversicherung und Privathaftpflichtversicherung aufgeführt. Ohne diese Versicherungen kann Ihre Altersabsicherung in Gefahr geraten! weiter lesen ...


Berufsunfähigkeit das verdrängte Risiko

Plötzlich den Beruf nicht mehr ausüben können? Vor diesem existentiellen Risiko scheinen viele Menschen in Deutschland die Augen zu verschließen. Die millionenfach abgeschlossenen Unfallversicherungen decken in der Regel das Risiko der Berufsunfähigkeit nicht ab! Denn es sind zu über 90 Prozent Krankheiten – und eben nicht Unfälle , die für ein frühes Aus im bisherigen Job sorgen.

Vor allem Angestellte scheinen nicht zu wissen, dass es seit Anfang 2001 für alle Neurentner aus der gesetzlichen Rentenversicherung bestenfalls noch eine minimale Erwerbsminderungsrente, häufig jedoch auch keinen Cent mehr gibt. Gerade junge, gesunde Menschen am Anfang ihres Arbeitslebens sollten sich möglichst umgehend um eine private Berufsunfähigkeitsversicherung bemühen, wenn überhaupt, bekommen nur sie problemlos einen Vertrag.

Zuerst das Risiko Verlust der Arbeitskraft absichern, dann für das Alter vorsorgen.

Wann ist man überhaupt berufsunfähig?

Sie arbeiten als Handwerker und heben einen schweren Gegenstand. Sie erleiden einen Bandscheibenvorfall. Ihren Beruf als Handwerker können Sie nun nicht mehr ausüben, Sie sind also berufsunfähig. Hier überprüft der gesetzliche Rentenversicherungsträger, ob Sie imstande sind, auch einer anderen Tätigkeit nachzugehen, z. B. als Pförtner o.a.. Und zumutbar ist in diesem Zusammenhang vieles. Es kann für Sie bedeuten, dass Sie einer geringer qualifizierten Arbeit nachgehen müssen und Sie keine staatliche Rente ausgezahlt bekommen.
Das gilt übrigens unabhängig davon, ob Sie tatsächlich eine entsprechende Tätigkeit finden.

Jeder, der nach dem 01.01.1961 geboren wurde, muss mind. 5 Jahre in einem Beruf tätig gewesen sein, um im Falle von arbeitsbeendenden Krankheiten oder Unfällen Geldleistungen vom Staat einfordern zu können.

Wenn Sie mindestens 6 Stunden täglich arbeitsfähig sind, erhalten Sie KEINE gesetzliche Rente.

Wenn Sie zwar arbeitsfähig sind, aber nicht mehr als 6 Stunden täglich arbeiten können, sind Sie teilerwerbsunfähig und erhalten vom Staat eine HALBE Erwerbsminderungsrente.

Erst wenn Sie außerstande sind, mindestens 3 Stunden täglich einer Tätigkeit nachzugehen, haben Sie Anspruch auf die VOLLE gesetzliche Erwerbsminderungsrente von derzeit durchschnittlich 700 Euro.

Der gesetzliche Anspruch auf Rente bietet auch für überdurchschnittliche Beitragseinzahlungen nur eine Grundversorgung, also ca. ¼ des letzten Einkommens. Bei einer Erwerbsunfähigkeit beträgt die Grundversorgung 1/3 des letzten monatlichen Einkommens.
Berufsanfänger haben es noch schwerer. Sie müssen Wartezeiten erfüllen, außer bei schweren Arbeitsunfällen, ehe Sie Leistungen aus der gesetzlichen Rentenkasse erhalten.

 

Ohne private Vorsorge folgt der soziale Abstieg

Seit dem 01.01.2001 gelten die gesetzlichen Regelungen. Vor 1961 geborene Arbeitnehmer erhalten bei Berufsunfähigkeit:

  • die halbe Erwerbsminderungsrente (ca. 25 % des Nettoeinkommens)
  • bei einem Durchschnittsverdienst von 2.500 EUR brutto / 1.552 EUR netto nur 388 EUR im Monat

Arbeitnehmer ab Jahrgang 1961 sind noch härter betroffen:

  • Kein Berufsunfähigkeitsschutz
  • Jede Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ist zumutbar
  • Keine Erwerbsminderungsrente ab 6 Stunden Erwerbsfähigkeit täglich

Alternativen zur BU

In bestimmten Fällen ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht sinnvoll oder aufgrund von Vorerkrankungen nicht immer uneingeschränkt möglich.

Die folgenden Absicherungen sind als Alternativen oder Ergänzung zu einer Berufunfähigkeitsversicherung zu sehen:

  • Schwere-Krankheiten-Versicherung (Dread-Disease)
  • Grundfähigkeitsversicherung
  • Erwerbsunfähigkeitsversicherung
  • Unfallversicherung


Versicherungen ohne die man auch nicht auskommt

Gesetzliche oder Private Krankenversicherung

KFZ-Versicherung

Weitere empfehlenswerte Versicherungen, die aber meist nicht ganz so wichtig sind:

Rechtsschutzversicherung

Unfallversicherung

Wohngebäudeversicherung (In manchen Bundesländern Pflicht)

Hausratversicherung